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Instruktor beim Austrian Parabelteam

Nie im Leben hätte ich mir träumen lassen, selber einmal als Instruktor auf Parabelflügen tätig zu sein...

Nachdem ich über Internet zufällig auf "Pauls Parabelflüge" (Austrian Parabelteam) gestoßen war und aufgrund meiner Erfahrungen beim ESA-Flug Gelegenheit hatte, an seiner ersten kommerziellen Mission als Instruktor teilzunehmen (s. auch den Bericht APM 1 und 2), ergaben sich noch weitere Gelegenheiten, bei ihm im Team als Instruktor mitzufliegen.

Ich bin 9 Missionen mit dem Austrian Parabelteam als Instruktor geflogen. In den Links am Ende der Seite unter "Missionsberichte" findest Du die Berichte über die jeweiligen Events.

Nun bin ich auf insgesamt 15 Missionen (inklusive die beiden Flüge im Rahmen der ESA-Studentenkampagne, einen Flug mit European Space Tourist und der MIRIAM-2 Kampagne) insgesamt 305 Parabeln geflogen und mir gefällt es noch immer! Das ist insgesamt über eine Stunde Schwerelosigkeit!

Missionsberichte







Seit 2005, nach 3 Jahren erfolgreich durchgeführter Parabelflüge ohne jeden technischen Zwischenfall oder Personenschaden, kann das Austrian Parabelteam aufgrund diverser Luftrechtregularien in Europa keine Parabelflüge in der bisherigen Form mehr durchführen. Dies gründet darin, dass trotz Erfüllung aller bisherigen Bedingungen das deutsche Luftfahrtbundesamt im Rahmen der europäischen Regelungen seit 2005 diverse Umbauten an den Motoren für die für Parabelflüge benutzten Flugzeuge fordert, die das finanzielle Budget des kleinen Unternehmens "Austrian Parabelteam" bei weitem übersteigen. Wir haben nun mal keinen Peter Diamandis wie z.B. bei der Zero-G Corporation in den USA als Sponsor in der Hinterhand, der so eine Aktion mal locker finanzieren könnte...

Das Verrückte an der Geschichte ist, dass im Rahmen von Testflügen mit diesen Flugzeugen auch bei der Zulassung Parabeln geflogen werden, und die Flugzeuge hierbei keinerlei Schaden davontragen dürfen. Des weiteren wurden bei allen Austrian Parabelteam Missionen - bei denen im Übrigen insgesamt ca. 90 min Schwerelosigkeit erflogen wurden - keinerlei Schäden an den verwendeten Flugzeugen festgestellt.

Im Übrigen qualifiziert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, gemeinhin auch als DLR bekannt, seine Flughardware für ihre Raketenflüge selbst, dadurch dass es sie einfach fliegt und für gut oder schlecht befindet (im Übrigen ebenfalls aus Kostengründen, denn so eine Luft- oder Raumfahrtzertifizierung ist, wie ich aus beruflicher Erfahrung weiß, sehr teuer). Eigentlich wäre alles so einfach: Für ein kleines Unternehmen wie das "Austrian Parabelteam" könnte so eine Regelung auch seitens der Behörden zur Anwendung kommen, vor allem, da durch die Vorgaben beim Bau eines Flugzeugs (ein Flugzeug muss bestimmte Belastungen und Beschleunigungen aushalten können, welche meistens im Bereich -2g bis +4g liegen) und auch durch 3 Jahre Erfahrung mit verschiedenen Flugzeugtypen quasi sichergestellt ist, dass da nichts passiert. DAS wäre mal eine Erleichterung für einen Geschäftsstart...

Leider ist das obige Szenario ein Wunschtraum, und so kam Paul Bierl auf eine neue Idee, wie man den Motorenumbau umgehen kann:

Der Zero-G Segler

Dies ist ein Lasten-Segelflugzeug - es wäre übrigens der erste zivile Lastensegler der Welt - mit dem Parabelflüge durchgeführt würden. Der Segler würde wie jedes andere Segelflugzeug auch, von einer entsprechend starken Schleppmaschine auf 3000 m Höhe geschleppt. Dort würde der Pilot das Schleppseil ausklinken und - nachdem sich die Schleppmaschine aus dem zugewiesenen Luftraum entfernt hat - seine 10 - 20 Parabeln fliegen.

Entgegen der Meinungen vieler Laien ist dies mit einem Segelflugzeug keine Schwierigkeit. Im Gegenteil, es ist sogar so, dass jeder an der Seilwinde startende Segelflieger damit vertraut ist, da ein Startabbruch beim Windenstart zunächst das Fliegen einer Parabel erfordert (keine Sorge, das wird in der Schulung auch geübt;-). Wer schon mal einen Segelflugstart mit der Seilwinde gesehen hat, kann sich denken, warum... (man denke nur ans Drachensteigen)
Hier will ich aber aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht näher darauf eingehen.

Dies ist eine Skizze des Zero-G Seglers:

Mit dem Zero-G Segler könnten wie bisher vom Austrian Parabelteam auch Parabelflüge mit ca. 10 Sekunden Schwerelosigkeit pro Parabel durchgeführt werden. Die Flüge wären wie bisher auch offen für jedermann/frau, Eventmarketing, wissenschaftliche Institutionen etc. Der einzige Unterschied wäre der, dass man nun in einen Segler steigt und somit der Motorenlärm während des Fluges wegfällt - was meiner Ansicht nach das "Erlebnis Schwerelosigkeit" noch näher an eine Weltraumerfahrung heranbringen und deutlich aufwerten würde!

Überall, wo dieses Projekt bereits vorgestellt wurde, wurde dem Austrian Parabelteam großes Interesse an der Bereitstellung eines solchen Seglers signalisiert, darin eingeschlossen die europäische Raumfahrtagentur ESA und Prof. Ernst Messerschmid, einer der deutschen Astronauten von der D1-Mission im Jahre 1985.

Damit der Zero-G Segler gebaut werden kann, fehlt uns nun nur noch das entsprechende Sponsoring und ein gewillter Segelflugzeughersteller - und nicht zu vergessen, danach die abschließende Zertifizierung und Luftfahrtzulassung. Dann kanns eigentlich schon losgehen...


Dies sind die anvisierten Daten für den Zero-G Segler:

Zero G Glider 07 “triple zero”
Kabine: 1,80 m Höhe - 1,80 m Breite – 4,00 m Länge
Länge: 13,0 m
Höhe: 3,80 m
Spannweite: 21,00, m
Flügelfläche: 63,00 qm
Flächenbelastung: 68,00 kg/qm
Gleitzahl: 28
Maximalgeschwindigkeit: 190 kt / 350 km/h
Leergewicht: 2.400 kg
MTOW: 4.300 kg
Max. Belastungen: +9 g / -6 g
Crew: 2 Piloten, bis zu 3 Instruktoren / Kameraleute, 4 Passagiere
Schleppflugzeug: z.B. Pilatus PC6, AT-802

Für weitere Informationen siehe Pauls Parabelflüge.

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