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Der Parabelflug

Das MIRIAM-2 Team nahm vom 26.10. - 3.11.2015 an der 63. ESA-Parabelflugkampagne in Bordeaux teil. Das Ballonauswurfsystem wurde in der 1. Kampagnenwoche in das Flugzeug - den A310 von Novespace - eingebaut. Der Flug fand dann in der Folgewoche am 3.11.2015 statt, es wurden 31 Parabeln geflogen.

Der A310 wartet auf uns

Vorbereitungswoche

Die Vorbereitungswoche dient dazu, alles ins Flugzeug einzubauen, letzte Änderungen vorzunehmen und auch der Durchführung mehrerer Sicherheitschecks von Novespace, um sicherzustellen, daß das Equipment auf dem Flug keine Gefährdung für das Flugzeug oder deren Insassen darstellt.

Unser Testrig ist eingebaut, aber hier fehlt noch einiges

Abnahme des Aufbaus durch Novespace

Was jetzt noch blieb, waren Feinjustierungen der Kameras und natürlich Checklisten schreiben und das Training des Experimentablaufs. Das Letzte, was man bei so einem Parabelflug brauchen kann, ist ein Mißerfolg wegen falschem Handling! Dies wollten wir natürlich ausschließen.

Blick in die Experimentierfläche Richtung Cockpit, unser Experiment ist ganz vorn Richtung Cockpit auf der linken Seite

Das Flugteam: v.l.n.r. Bernd, Tanja, Thomas und Steffen

Der Flug

Am Tag vor dem Flug müssen alle Flugteilnehmer an einem Sicherheitsbriefing teilnehmen. Wer da nicht dabei ist, fliegt nicht!

Im Briefing wird auch das Konzept des Parabelflugs erklärt

Hier ist das Manöver ausführlich erklärt.

Vorstellung unseres Experiments

Das Briefing war überstanden, nun konnte der große Tag kommen. Insbesondere für unsere drei Erstflieger im Team.

Letzte Arbeiten am Setup

Der Flugtag selbst ist dann dicht gepackt, und vor allem heißt es: früh aufstehen!

Ablauf des Flugtages

So wird das Testrig die meiste Zeit während des Fluges aussehen:

Testrig im gesicherten Modus

Und so wird es aussehen, bevor der Test startet:


Alle Sicherheitseinrichtungen sind entfernt


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Der Test (Parabel 29 und 30)

Man sieht im Video, daß der Ballon nach Auslösen des Auswurfmechanismus sich ohne Hilfe nur wenige cm aus dem Container bewegt. Das Ganze bewegt sich erst nach manueller Hilfe, aber kommt selbst dann nicht vollständig aus dem Container heraus. Der Behälter selbst hat sich nicht wie vorgesehen bewegt.

Erst in der folgenden Parabel kommt, durch Anschieben am Boden des Ballonbehälters, der Behälter samt Ballon vollständig heraus. So soll es später auch im Weltraum aussehen und so hätte das ohne Nachhelfen geschehen sollen, daher ist der Test leider nicht bestanden...

Wir stehen übrigens auch im Erasmus Experiment Archiv der ESA (englisch).

Ein bißchen Spaß beim Herumschweben hatten wir natürlich auch, schließlich hatten wir die meiste Zeit des Fluges über viel Zeit...

Hier habe ich nach meinem ersten Parabelflug 2002 versucht, das Gefühl zu beschreiben. Dies gilt natürlich nach wie vor, nur daß ich inzwischen mehr Erfahrung mit der Schwerelosigkeit habe...

Schlußfolgerungen

Das Testergebnis bedeutet für das MIRIAM-2 Team jetzt, daß am Ausbringmechanismus nachgebessert werden muß. Dazu werden wir einige Messungen und Bodentests machen. Am Ende der Testserie, wenn die Bodentests das gewünschte Ergebnis gezeigt haben, soll dann nochmal ein Parabelflug stehen, dieser ist derzeit für das Frühjahr 2017 geplant.

Das MIRIAM-2 Projekt wird inzwischen vom GSTP (General Support Technology Programme) der ESA gefördert, somit können wir problemlos die Wiederholung des Parabelflugs und noch notwendigen technischen Entwicklungen für den MIRIAM-2 Flugtest auf einer Höhenforschungsrakete finanzieren.

Freizeitaktivitäten

Natürlich durften auch ein paar Freizeitaktivitäten nicht fehlen, schließlich waren wir über das Wochenende in Bordeaux und wollten dieses nicht im Hotel verbringen. Hier ein paar Eindrücke:

Bordeaux:

Bordeaux bei Nacht, Place de la Bourse

Pont de Pierre

Pyla-Düne bei Arcachon:

Panoramablick von der Düne

Ebbe-Muster im Sand

Die Düne

Sonnenuntergang am Meer

Weindorf St. Emilion:

Weinläden überall

Blick übers Dorf

Weinberge